SAFARI

Obwohl im Reiseführer hoch gelobt, wurden wir mit Swakopmund nicht so richtig warm. Vielleicht lag es am Wetter, eine seltsame Mischung aus Wolken, Küstennebel, Wind und vereinzelten Sonnenstrahlen. Vielleicht tat auch das Hotel sein Übriges, das zwar stylisch eingerichtet war und mit netten Mitarbeitern glänzen konnte, dem aber irgendwie die Liebe zum Detail und die gewisse Heimeligkeit fehlte. Die Stadt selbst ließ an vielen Stellen Rückschlüsse auf die deutsche Vergangenheit zu, hatte darüber hinaus aber wenig Persönlichkeit oder Herz.

Kurzum, wir waren nicht allzu traurig, als wir ihr nach 2 Tagen den Rücken kehren und in die Bergewelt der Spitzkoppe fliehen konnten.

Von dort aus ging es am nächsten Tag weiter gen Norden ins Damaraland. Nach einigen Kilometern veranlasste Andi ein leichtes Ausbrechen des Fahrzeuges zum Anhalten. Nach dem Aussteigen stellten wir fest, dass der hintere linke Reifen komplett zerstört war. Spurenleser Andi rekonstruierte, dass sich der Reifen erst wenige Meter zuvor verabschiedet hatte.

Also Auto aufgebockt, Reifen runter, Ersatzrad drauf und in der nächsten „Stadt“ für teuer Geld einen neuen besorgt. Mal sehen, ob sich unsere Versicherung für die Kosten zuständig fühlt. Kurz vor unserem heutigen Etappenziel statteten wir zunächst dem Damara Living Museum einen Besuch ab, der überraschend interessant und kurzweilig war. An verschiedenen Stationen wurden Alltagssituationen nachgestellt und von unserem Guide Patricia erläutert.

Schlafplatz war in dieser Nacht der Aba-Huab-Campground, der dafür bekannt ist, dass regelmäßig Wüstenelefanten durch das Camp ziehen. Elefanten gab’s leider keine, aber dafür ein sehr nettes schweizer Pärchen, mit denen wir zusammen grillten und bis tief in die Nacht plauschten. Für den tierischen Aspekt sorgte ein Schakal, der um den Tisch schlich und leider vergebens auf einen Snack hoffte. Ein weiteres Highlight war die oben offene Outdoor-Dusche mit integriertem Baum, deren Warmwasser mit einem sogenannten Donkey – quasi ein Feuer-Durchlauferhitzer- erzeugt wurde. So konnten wir mit Blick auf die Sterne eine heiße Dusche genießen. Ach ja, und wir haben den neu erworbenen Reifen auch gleich montiert, wenn wir ihn schon zahlen, können wir ihn schließlich auch benutzen.

Die Umgebung rund ums Camp hat allerlei zu bieten. So besichtigten wir die Orgelpfeifen, eine Granitgesteinsformation die den Pfeifen einer Orgel gleicht, den verbrannten Berg, dessen eigentümlich schwarze Färbung aussieht, als ob die Flammen eben erst erloschen wären, sowie die Felsgravuren von Twyfelfontain.


Unser Guide Matthew erklärte uns die verschiedenen Bilder und beantwortete darüber hinaus geduldig all unsere Fragen zu Wüstenelefanten, Jagen in Namibia und was uns sonst noch so einfiel.

Unterwegs hielten wir noch am versteinerten Wald. Trotz der gelangweilten Führerin waren die vorhandenen Stämme faszinierend, da sie aussahen wie ganz normale Bäume. Sie fühlten sich jedoch an wie Steine und klangen beim Draufklopfen auch nicht wie Holz. Schon abgefahren, was es so alles gibt.

Nach weiteren Stunden im Auto waren wir endlich am Touri-Ziel Nummer 1 angelangt, dem Etoscha-Nationalpark. Die folgenden 2 Tage begaben wir uns auf Foto-Safari kreuz und quer durch den Park und arbeiteten uns so von Camp zu Camp. Wir finden wir waren sehr erfolgreich bei der Motiv-Jagd, aber seht selbst.

Leider nicht fotografieren konnten wir den Kampf zweier Nashörner nachts an einem Wasserloch, der nicht nur visuell sondern auch von der Geräuschkulisse her sehr eindrucksvoll war.

So genug erzählt.

Liebe Grüße, Moi und Andi

Achtung, viele Bilder

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