Desert Route

Der Beginn unseres Abenteuers stand unter keinem guten Stern: Unter der sengenden Sonne klapperten wir die Autovermietungen ab, aber keine hatte einen Wagen für uns. Dann haben wir auch noch unseren Reiseführer verloren (den guten, mit den Eselsohren und Kommentaren). Etwas betrübt ging es dann mit dem Nachtbus nach Iquique und dort wurde alles besser. Mietwagen bekommen, Reiseführer nochmal als eBook gekauft und schon brausten wir auf der Panamerica los nach Arica, kurz von der peruanischen Grenze. Die Fahrt führte uns durch verschiedene Wüsten, Sand und Steine waren das vorherrschende Bild, durchbrochen von grünen Tälern.

Nach einer erholsamen Nacht erklommen wir mit unserem Rav4 die Anden und kletterten von Meeresspiegelhöhe auf über 3.500 Höhenmeter. Dann kann einem schon etwas schummrig werden. So auch allen Behältern mit Flüssigkeiten, die teilweise zu explodieren drohten. Am nächsten Tag bereisten wir den wichtigsten Streckenabschnitt unserer Rundfahrt, den Altiplano, eine parallel zur bolivianischen Grenze verlaufend Schotterpiste durch das Andenhochland,  die uns auf bis zu 4.500 Meter über Null führte.

Begleitet von 6.000er Bergen und Vulkanen passierten wir Vicuñas, die wilden Verwandten der Lamas, Lama- oder Alpakaherden (wir arbeiten noch an der Unterscheidung), grüne, von Flüssen durchzogenen Ebenen und unendliche Weiten.

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Auf halber Strecke gab es einen riesigen Salzsee und die dort beheimateten Flamingos zu bewundern, dessen Idyll durch den Abbau von Borax und die vorbei donnernden LKWs jedoch gestört wird.

Salar de Surire

Streckenweise war die Straße so holprig, dass wir im 10-Minuten-Takt Pinkelpausen einlegen musste . Gut, dass die meisten Dörfer verlassen und auch sonst kaum ein Mensch unterwegs waren 😉. Nach einer durchfrorenen Nacht in einem etwas fragwürdigen Hotel, waren wir ganz froh in etwas niedrigere Höhenlagen abzusteigen, da wir leicht gestresst von unserer Höhenkrankheit-Paranoia waren. Jedoch ließen wir uns nicht von dem Besuch eines Geysirs anhalten, der meterhoch aus dem Boden schoss. Die umliegenden Pfützen waren so heiß, dass man die Hand nach maximal 2 Sekunden wieder rausziehen musste, um sich nicht zu verbrennen.

Geysir Puchuldiza (4)

Zu guter letzten haben wir noch die verlassene Salpeter-Stadt Humberstone besichtigt, die uns eindrucksvoll in die Blütezeit des Salpeter-Abbaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts zurück versetzte.

Humberstone (41)

Nach dem ganzen Stress haben wir uns jetzt erstmal 2 Tage erholen müssen und das einzig Aufregende war die Rückgabe des Mietwagens, da er leider etwas dreckig war. Aber es gab keine Beanstandungen. Heute geht’s noch nach San Pedro de Atamaca, wo wir uns noch ein wenig mehr Wüste anschauen 😊

Viele Grüße, Moi und Andi

Salar de Surire (18)

 

 

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